Samstag, 10. Februar 2024

[Rezension] Caraval

 Titel: Caraval
Autorin: Stephanie Garber
Verlag: Piper Verlag
Seitenanzahl: 400 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-492-70821-0
 
Inhalt 
Scarlett und ihre kleine Schwester Donatella leben unter der grausamen Hand ihres Vaters auf der kleinen Insel Trisda.
Seitdem die beide klein waren, wünschen sie sich, das sagenumwobene und geheimnisvolle Spiel Caraval zu besuchen. Jedoch müssten sie dazu die Insel verlassen, was der Vater von den Schwestern nicht erlaubt. So kommt der geheimnisvolle Seemann Julian ins Spiel. Er bietet den Schwestern an, sie zu der Insel zu bringen, auf der Caraval stattfindet.
Voller Freude wegen der erfolgreichen Flucht und auf die kommende Caraval-Teilnahme kommen die Schwestern bei der Insel an, nur Donatella verschwindet plötzlich.
Scarlett findet sich in einem Spiel aus Intrigen und Verstrickungen wieder und muss nun herausfinden, was mit ihrer Schwester passiert ist und entscheiden, ob sie dem gut aussehenden Julian wirklich vertrauen kann.
 
Meine Meinung
Von Caraval hatte ich schon viel gehört daher war ich gespannt wie ich das Buch finden werde.
Im englischsprachigen Raum wird dieses Buch sehr geliebt und geschätzt, da habe ich doch schon große Hoffnung auf ein gutes Buch bekommen.
 
Beim Schreibstil war ich am Anfang etwas skeptisch, da ich die Erzählweise in der driten Person nicht so mag und deshalb oft schwer in da Buch komme.
Doch Stephanie Garber hat wirklich eine angenehme und doch spannende Art mir ihre Welt zu erklären und konnte mich so überzeugen. 
Passend zu der Welt rund um Caraval ist auch ihr Schreibstil magisch und voller Geheimnisse. Stephanie schaffte es durch ihre Erzählweise auch mich als Leserin völlig im Dunkeln zu lassen. So konnte ich nur zusammen mit Scarlett herausfinden was bei Caraval wirklich echt ist und was alles nur ein Teil des Spiels ist. Ich mochte es sehr, dass Stephanies Schreibstil etwas anspruchsvoller war und doch voller Details und Gefühlen versehen war. Dies hat mir die Welt und die Charaktere ein Stück näher gebracht.
 
Die Charaktere haben mich wirklich ebenfalls überrascht und beeindruckt. Sie sind vielschichtig und nicht typisch schwarz/weiß. Gerade Scarlett muss so manch fragwürdige Entscheidung treffen um herauszufinden was mit Donatella passiert ist, alleine was sie alles hat durchmachen müssen und doch so ehrgeizig zu sein und niemals aufzugeben hat mich beeindruckt.
Scarlett hat eine tolle Persönlichkeit und würde für ihre Schwester wirklich alles tun, sie kämpft für eine bessere Zukunft für die beiden und möchte ihre Schwester vor den gewaltätigen Vater zu schützen.
Julian war wirklich ein Rätsel für mich und war wirklich perfekt geschrieben für den geheimnisvollen Seeman von dem man nicht weiß ob man ihm trauen kann. Gerade weil Julian für mich ein großes Fragezeichen war, konnte ich anfangs nicht genau sagen wer er ist und wie tiefsinnig sein Charakter ist. Jedoch lernt man ihn im Laufe des Buches kennen und kann einen genauen Blick auf seinen Charakter werfen. Julian ist ehrgeizig, kämpferisch und tut alles für die Personen, die er liebt.
Donatella ist ehrgeizig, abenteuer lustig und sorgenfrei. Jedoch zeigt sich gerade später, dass sie auch voller Liebe und Traurigkeit sein kann.
Stephanie hat sich wirklich Mühe gegeben ihre Charakter eine gewisse Tiefe zu geben und sie gut auszuarbeiten. An keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere unglaubwürdig handeln oder über-/untertreiben. Vor allem Scarlett wird in eine schlimme Situation geworfen, weiß nicht was passiert ist und was sie tun soll. Stepahnie hat Scarlett so echt und realitisch gestaltet, dass hat mir sehr gut gefallen.
 
Die Handlung war für mich etwas neues und total spannendes. Vorher habe ich nur über grausame Spiele gelesen wie "Die Tribute von Panem". Daher war ich schon sehr gespanned wie solche magischen Spiele und die Welt davon aussehen wird.
Es startet sofort spannend mit Scarlett und Donatella, die die Einladung zu Caraval bekommen haben und nun einen Weg finden müssen um die Insel verlassen zu können ohne den Zorn ihres Vaters zu wecken.
An keiner Stelle des Buches wurde mir langweilig, da auch ich versuchen musste herauszufinden was bei Caraval echt ist und was nur ein Teil des Spiels. Das Buch hat eine Handlung, der sehr gut gefolgt wird und nicht auf einmal abschweift oder vom Weg abkommt. Natürlich wird auch um die Handlung Geheimnisse und Rätsel geworren, sodass man nicht auf das Ende oder etwas dergleichen kommt. Man hat automatisch viele Vermutungen, aber auf das richtige Ende kommt man nicht.
Es wurden auch viele spannende und nicht vorhersehbare Plotttwists eingebaut und machen die Handlung zusätlich noch aufregend und interessant.
Wie gerade schon erwähnt ist das Ende nicht vorhersehbar. Das finde ich sehr gut, da man so komplett überrascht wird und keine Ahnung hat was noch passiert. 
 
 
Fazit
 Das Buch hat mich von Anfang an gut gefallen und mich überzeugen können.
Es ist spannend, voller Abenteuer und neuen Ideen, die es davor in dieser Art und Weise noch nicht gab.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und voller Details, sodass man gut in das Buch kommt und seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.
Es macht Spaß mit den Charakteren Caraval zu erkunden und zu erleben, da sie die nötige Tiefe und Vielfältigkeit haben um realistisch und authentisch zu wirken.
 
Wer gerne mit den Charakteren rätselt und immer offen für ein neues Abenteuer ist, hat mit Caraval genau das richtige Buch gefunden.
 
Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Ballons 🎈
 
 
 
Geschrieben von Barbara

Sonntag, 14. Januar 2024

[Rezension] Queen Of Myth And Monsters

Titel: Queen Of Myth And Monsters
Autorin: Scarlett St. Clair
Verlag: LYX
Seitenanzahl: 400 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-7363-2018-5
 
Inhalt

All die Sterne am Himmel scheinen nicht so hell wie meine Liebe zu dir

Isoldes Leben hat sich seit ihrer Heirat mit Adrian Vasiliev, dem Vampirkönig, und ihrem Umzug komplett geändert. Nun weiß Isolde nicht mehr, wer Freund und Feind für sie sind und muss sich immer noch in dieser tödlichen Welt zurechtfinden. Jedoch gibt es in dieser grausamen Zeit einen Lichtblick für sie: Ihre Gefühle und neugewonnene Beziehung zu Adrian. Ausgerechnet der Mann, den Isolde hassen soll, sie hat ihr Herz und sie sein. Doch ihre Liebe hat einen gefährlichen Schwachpunkt, der beiden das Leben kosten könnte und Verrat lauert an jeder Ecke. Isolde kann nun nur noch Adrian und seiner Liebe vertrauen oder?
 
Meine Meinung
 
Da Band eins mir super gefallen hat, konnte ich es kaum erwarten, Band zwei zu lesen und habe mich sofort in das Abenteuer gestürzt.
Nur leider saß ich am Ende des Buches mit anderen Gedanken und Gefühlen da, als ich gehofft hatte.
 
 Zuallererst möchte ich den Schreibstil wieder loben. Ich liebe Scarletts Schreibstil sehr und lese ihn super gerne. Auch in diesem Buch ist der Schreibstil wieder sehr bildhaft, detailliert und voller Emotionen.
Schnell konnte ich mich auch in dieses Buch einfinden und habe genau so weiterlesen können, wie ich es mir gewünscht habe. In diesem Buch ist der Ton Ewas rauer und düsterer, aber es passt gut zur Handlung und dem aktuellen Entwicklungsstand der Charaktere. Scarletts Schreibstil ist hier immer noch recht einfach, wenn auch gleich nicht mehr minimalistisch. Es werden mehr Details, Gefühle und Geheimnisse eingewoben, was das Buch sehr interessant gemacht hat.
Auch in diesem Buch wird aus Adrians Sicht und aus Isoldes Sicht geschrieben. Gerade in diesem Buch fand ich das noch sehr viel wichtiger als in dem Vorgänger, da das Buch nun andere Sichten und Ereignisse der Vergangenheit behandelt, die für den Fortlauf der Handlung wichtig sind.
 
Nun muss ich leider schon zum ersten negativen Punkt kommen.
Ich habe die Personen, gerade Isolde, kaum wiedererkannt. Natürlich haben alle nach den Ereignissen des ersten Bandes zu kämpfen, jedoch handeln sie nun alle komplett anderes, wirken wie ausgetauscht und verhalten sich absolut nicht mehr so rational und besonnen wie im ersten Band.
Das hat mich sehr enttäuscht, da ich gerade die charakterliche Entwicklung so gelungen fand und fasziniert von den Personen war. Die Tiefe und Vielschichtigkeit von Adrian und Isolde haben mir komplett gefehlt. Es wirkte fast so, als hätte es diese nie gegeben, dabei hatte diese mir im ersten Teil so gut gefallen. Gerade Isoldes Verhalten war für mich ein komplettes Rätsel. Sie handelte nicht mehr so, wie sie es im ersten Teil gemacht hat. Ihre Handlungen wirkten überstürzt und sie entschied sich für Wege, die sie immer strikt abgelehnt hatte.
Auch Adrian wirkte nicht mehr wie der Adrian vom Ende des ersten Bandes. Er wirkte wieder distanziert und kalt wie als hätte er seine Entwicklung gar nicht durchgemacht. Für mich als Leserin wirkte er ebenfalls wieder sehr verschlossen, seine Handlungen und Verhaltensweise waren auch ein Rätsel für mich.
Die Nebencharaktere verhielten sich auch sofort merkwürdig. Urplötzlich dachte ich, alle würden Adrian und Isolde verraten und keiner würde mehr zu den beiden halten. Ich habe jeden verdächtig und kein klares Muster mehr gesehen, wer gut und wer böse ist.
Alles in allem haben mich die Charaktere und deren neue Entwicklungen sehr enttäuscht.
 
Der nächste negative Punkt und damit die größe Enttäuschung für mich ist die Handlung.
Im Buch wurde ein Handlungsstrang verfolgt, der im ersten Band noch nicht ersichtlich war. An sich ist dies gar nicht schlimm, jedoch gefiel mir die Umsetzung davon gar nicht. Es kam mir alles zu plötzlich und doch war es für die Charaktere anscheinend völlig klar, dass genau diese Handlung jetzt eintritt. 
Was mir auch sehr negativ aufgefallen ist, dass alles viel schneller und extrem überstürzt wirkte. Zum Teil wurde vermutet, dass etwas passiert und nicht einmal zehn Seiten später passierte es wirklich, obwohl es gar nicht sicher war, ob es wirklich passiert. Das hat die Handlung sehr vorausschauend gemacht und damit den Überraschungseffekt komplett weggenommen. So gab es leider auch keine spannenden Plotttwists oder vorhersehenden Momente.
Die Handlung hatte für mich keinen roten Faden und leider gab es auch recht viele Plotholes, die einen neuen Handlungsstrang aufgemacht haben und nicht beendet haben oder nie erklärt haben.
Nun zum schlimmsten Teil. In der Handlung gab es ein paar Momente und Events, wo ich mich wirklich fragen musste, was ich gerade lese. Es wirkte alles wirr und komplett an den Haaren herbeigezogen. Die Handlung wurde so ins lächerliche gezogen und ich musste wirklich zwischendurch pausieren. Gerade ein Event hat mich so negativ überrascht, dass ich dachte, ich lese eine Fanfiction.
Das Ende war leider auch mehr als vorhersehbar und hat mich null überrascht. Zusätzlich wurde es auch nicht gut umgesetzt und wirkte stumpf und ausbaufähig.
 

Fazit
 
Alles in einem muss ich leider sagen, dass dieses Buch mich wirklich sehr enttäuscht hat.
Der Schreibstil hat mich diesmal als einziges so richtiges überzeugen können. Er war genauso gut wie in Band eins. Ich konnte mich superschnell in die Welt einfinden, habe viele Details und Emotionen bekommen, um mit zu fühlen. Trotzdem konnte ich meiner Fantasie wieder freien Lauf lassen.
Der Rest war leider sehr schlecht umgesetzt.
Gerade die Tatsache, dass die Charaktere so widersprüchlich handeln und nicht mehr wie die Charaktere handeln, die sie in Band eins waren.
Die Handlung hatte mich hier auch sehr entsetzt zurückgelassen. Alles wirkte stumpf, nicht mehr schlüssig und überstürzt. Die Handlung ereignete sich zu schnell und dann auch noch ohne roten Faden und mit so einigen Plottholes.
 
Dem Buch kann ich somit nur 2 von 5 Ballons geben 🎈 
 
 
 
Geschrieben von Patricia
© Traumfängermädchen. Made with love by The Dutch Lady Designs.