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Samstag, 12. April 2025

[Rezension] The Phoenix Keeper

Titel: The Phoenix Keeper
Autorin: S.A. MacLean
Seitenanzahl: 470 Seiten (Printausgabe)
Erscheinungsdatum: 13.08.2024
ISBN: 978-1-399-61656-0
 
 Inhalt
Aila hat einen Traum seit ihrer Kindheit. Sie möchte die berüchtigten Silimalo-Phönixe vor dem Aussterben schützen.
Sie kämpfte sich durch die Universität, stolperte durch vergängliche Romanzen und bemühte sich in Präsentationen ihre soziale Phobie zu unterdrücken. Dabei musste sie sich mit ihrer größten Konkurrentin Luciana auseinandersetzte.
Nach all der harten Arbeit hat sie es endlich geschafft. Sie arbeitet im San-Tamculo-Zoo und sogar bei ihren geliebte Silimalo-Phönixen als Leiterin der Phönixabteilung. Nach einem tragischen Vorfall in einem anderen Zoo bekommt Aila die Chance, auf die sie schon immer gewartet hat. Sie darf sich um das Zuchtprogramm der Silimalo-Phönixe kümmern.
Jedoch gibt es dabei einige Hindernisse. Aila muss sich durch die Vorgaben vor einen nötigen Transfer eines Phönix-Männchen kämpfen und auf die dringend benötigte Sicherheit achten. Zudem möchte der attraktive Drachenpfleger Connor mit Aila ausgehen und bringt sie so ins Schwitzen. Als wäre das nicht schon genug, muss sich Aila mit dem Star des Zoos zusammen tun, um ihre Vorgaben einhalten zu können. Dies wäre nicht so schlimm, wäre diese Person nicht die Greifenpflegerin, die jeder vergöttert: Luciana - Ailas Erzfeindin.
 
 Meine Meinung
Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen. Er war angenehm zu lesen und für Personen, die nicht so gut Englisch können, sehr verständlich. Ich konnte mir die Welt von Aila sehr gut vorstellen. Ich hatte ein genaues Bild des Zoos und der Tiere vor Augen.
Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben, was mich normalerweise bei deutschen Büchern etwas abschreckt. Bei diesem Buch habe ich komischerweise diese Sichtweise sehr genossen. Ailas Gefühle und Gedanken sind gut dargestellt worden. Auch Orte und Personen wurden detailreich beschrieben und haben mich so gut in die Welt eingeführt.
 
Aila ist wirklich eine sehr komplexe Person. Sie hat eine starke Sozialphobie und kämpft im Alltag sehr damit. Doch gleichzeitig hat sie diesen Traum, die Phönixe vor dem Ausstreben zu bewahren und allein deswegen würde sie alles tun, um dieses Ziel zu erreichen. 
Sie ist wahnsinnig liebevoll mit dem Tieren um die sie sich kümmert. So bastelt sie immer neue Spielzeuge, achtet auf die beste Ernährung und Umgebung und möchte ihre Tiere komplett zufrieden machen. Ihre Tiere und damit ihre Arbeit stehen für sie an erster Stelle und die kämpft sich durch ihren Alltag nur um ihren Tieren alles bieten zu können.
Aila hat im Laufe des Buches sich wahnsinnig weiterentwickelt und hat gezeigt, was alles in ihr steckt. Die Entwicklung hatten einen sehr natürlichen Ablauf und realistisches Tempo, was es sehr echt und authentisch gemacht. Auch wurde Aila nicht größenwahnsinnig oder veränderte sich stark.
Aila hat dabei vor allem ihre enge Freundin Tanya an ihrer Seite, die sich ebenfalls sehr aufopferungsvoll um ihre Schützlinge kümmert. Tanya kämpft sich mit Aila durch die Vorgaben für das Zuchtprogramm. Sie ist immer für ihre Freundin da, lässt sie nie im Stich und hört ihr zu. Tanya hat eine tolle Entwicklung durch gelaufen, auch wenn ich mir gewünscht hatte, dass sie noch mehr Platz bekommt.
Luciana lernt man auch sehr gut kennen. Sie wirkt anfangs sehr arrogant und etwas bissig. Doch recht schnell wird klar, dass sie gar nicht so ist, wie es erst aussah. Sie liebt ihre Tiere ebenfalls und hängt auch an diesen. Sie ist sehr selbstbewusst und hat ein sicheres Auftreten, doch auch sie kann sich mal klein und unbedeutend fühlen. Mit Fortschreiten der Handlung lernt man sie und auch ihre Vergangenheit sehr gut kennen. Das gibt ihr eine tolle Tiefe und mach sie auch sehr authentisch. Denn es zeigt, dass auch die selbstbewussteste Person ihre Päckchen zu tragen hat und alles manchmal auch eine Fassade sein kann.
 
Die Handlung hat mir gut gefallen. Eigentlich bin ich überhaupt nicht zu begeistern mit Zoos, doch hier wurde dies sehr gut umgesetzt und es hat mich auch begeistert.
Ailas Geschichte ist eine schön schnuckelig und voller süßer Momente.
Das Worldbuilding hatte anfangs etwas mehr präsenter sein können, da es nicht in der realen Welt spielt und ich somit mich erst mal mit den Namen der Länder, Städte und Tiere klar kommen musste. Hier hätte ich einfach ein paar Sätze gebraucht, die mir die Welt mehr beschrieben hätten.
Ansonsten ist die Handlung gut ausgereift gewesen, es gab nur wenige Stellen, die sich etwas gezogen haben, aber die gingen schnell vorbei. Gerade ab der Hälfte wurde es richtig spannend und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Es gab einen schönen Spannungsbogen und einen Plottwist, den man nicht wirklich hat erahnen könne. Das war eine sehr angenehme Überraschung und das Buch gut abgerundet. Die Handlung hat sich schön Zeit genommen, die Geschichte aufzubauen, um das Ganze abzurunden.
Die Liebesgeschichte zwischen Aila und Luciana fing recht spät an und auch sehr unterschwellig erst. Das passte sehr gut zu den beiden, da sie erst einmal ein paar Missverständnisse aus der Welt schaffen musste. Als dies geschehen ist, war die Spannung zwischen den beiden sehr gut und die beiden haben sich auf realistische Art und Weise einander angenähert. Es war nicht Aufregendes oder Dramatisches, aber genau das hat die Handlung gut gemacht. Der Handlungsstrang mit den Phönixen war schon aufregend genug, da hat die ruhige Liebesgeschichte etwas Gleichgewicht in das Buch gebracht.
 
Fazit 
Ich habe das Buch wirklich sehr gemocht und auch sehr genossen.
Mal abgesehen vom etwas holprigen Worldbuilding wurde das Buch gut strukturiert und mit einem roten Faden aufgebaut und hatte alles, was man sich wünschen würde. Von tollen und authentischen Personen mit realen Problemen zu einem guten Schreibstil, der auch Personen mit nicht so guten Englischkenntnissen gut durch das Buch begleitet, zu einer soliden Handlung.
 
Dem Buch gebe ich 4,5 von 5 Ballons 🎈
 
 
 
Geschrieben von Barbara

Samstag, 22. März 2025

[Rezension] Sunrise on the Reaping

Titel: Sunrise on the Reaping 
Autorin: Suzanne Collins
Seiteanzahl: 416 Seiten (Printausgabe) 
Erscheinungsdatum: 18.03.2025
ISBN: 978-0-7023-4057-4 (englische Ausgabe)
 
 
Inhalt 
Ein Kampf ums Überleben - und um die Liebe 
Wenn du dazu bestimmt bist, alles zu verlieren, was du liebst, wofür lohnt es sich dann noch, zu  
kämpfen? Als der Tag der Ernte anlässlich der Fünfzigsten Hungerspiele anbricht, erfasst Angst 
die Distrikte von Panem. In diesem Jahr werden zu Ehren des Jubel-Jubiläums doppelt so viele 
Tribute aus ihrem Zuhause gerissen. In Distrikt 12 versucht Haymitch Abernathy, nicht allzu 
sehr über seine Chancen nachzudenken. Alles, was ihn interessiert, ist, den Tag zu überstehen
und bei dem Mädchen zu sein, das er liebt. Als Haymitchs Name aufgerufen wird, spürt er, 
wie all seine Träume zerbrechen. Er wird von seiner Familie und seiner großen Liebe getrennt 
und zusammen mit den drei anderen Tributen aus Distrikt 12 zum Kapitol gebracht: einer 
Freundin, die fast wie eine Schwester für ihn ist, einem besessenen Quotenmacher und dem 
arrogantesten Mädchen der Stadt. Als die Spiele beginnen, wird Haymitch klar, dass er nur 
verlieren kann. Aber etwas in ihm will kämpfen - und diesen Kampf weit über die tödliche 
Arena hinaus klingen lassen.
 
Meine Meinung
Die Haupttrilogie von The Hunger Games habe ich damals gelesen, als die Bücher auf Deutsch das erste 
Mal erschienen sind. 
Snows Band hat mich schon absolut fasziniert und dieses Buch hat alles noch einmal getoppt.

Der Schreibstil von Suzanne Collins hat mich schon früher fasziniert und das tut er bis heute.
Jedoch war auch diesmal etwas anders. Suzanne schreibt wieder in der ersten Person, welche ich als die 
angenehmere Schreibweise empfinde. Ich kann mich so besser in die Person hineinversetzen und besser 
mit der erzählenden Person mitfühlen.
Der Ton in diesem Buch wieder genauso bedrückend, wenn nicht sogar mehr bedrückender wie in der 
Haupttrilogie. Trotz der Stimmung in dem Buch hatte der Schreibstil wieder viele Gefühle und Emotionen, 
dass ich selbst alles gefühlt habe, was Haymitch gefühlt hat.
Der Schreibstil ist recht einfach von der Satzstruktur und lässt sich sehr flüssig lesen. Gerade auch 
jüngere Personen werden kein Problem damit haben, alles zu verstehen.
Die Beschreibungen der Orte, Personen und Situationen sind sehr detailreich und ausführlich. Jedes kleine 
Detail bekommt die Aufmerksamkeit, die es verdient. So kann man sich natürlich ein hervorragendes Bild 
von Haymitch Welt und seinem Gefühlschaos machen. Das ist natürlich in diesem Buch wahnsinnig wichtig, 
da es sich nicht einfach um ein Fantasybuch handelt, sondern um ein Buch mit einer wahnsinnig wichtigen 
Botschaft.

Haymitch hat man schon in Katniss Büchern kennenlernen können und ich bin der Meinung auch recht gut. 
Zumindest der Haymitch, der nach seinen Spielen noch übrig war.
In diesem Buch lernen wir einen lockeren und hoffnungsvolleren Haymitch kennen und sehen dabei die beste 
charakterliche Entwicklung, die ich je in einem Buch gelesen habe. Haymitch muss wirklich einiges ertragen und 
kann dabei alles verlieren.
Er hat einen kleinen Bruder und eine liebevolle Mutter, die er beide über alles liebt. Haymitch beschreibt sehr 
ehrfürchtig und traurig, in welchen Verhältnissen er aufgewachsen ist und wie er zusammen mit seiner Familie lebt. 
Da Distrikt 12 alles andere als reich ist, muss seine Mutter sehr hart arbeiten und alles wieder verwenden, um die 
kleine Familie über die Runden zu bekommen. Auch Haymitch muss ordentlich mithelfen und hat viele Aufgaben zu 
Hause neben seinem Job bei einer Schnapsbrennerin.
Als Haymitch jedoch in die Hungerspiele muss, sieht man auch einen anderen Haymitch. Einer, der kämpft und alles 
andere als aufgibt. Er hat das Ziel, zu seiner Familie zurückzukehren und vor allem zu seiner geliebten Lenore Dove. 
Lenore Dove ist Haymitch große Liebe und die Frau, mit der er sein Leben verbringen möchte. Im Verlauf des 
Buches merkt man, was sie Haymitch bedeutet und wie sehr er sie liebt.
Die beiden haben eine innige und schöne junge Liebe, welche durch Haymitch’ Teilnahme an den Hungerspielen 
auseinandergerissen wurde.
Lenore Dove selbst ist wahnsinnig mutig, rebellisch und um all das noch zu toppen, gehört sie zu den Coveys und ist 
eine Baird. Sie ist zielstrebig und gibt ihre Ziele niemals auf. Lenore Dove mag zwar etwas verschwiegen und 
verschlossen sein, aber man spürt dennoch, wie sehr sie Haymitch liebt und wie sehr er sie zerstört hat, dass er in die 
Hungerspiele muss.
Haymitch Mittribute haben ebenfalls eine tolle und große Rolle in dem Buch bekommen. Sie haben eine vielfältige 
Persönlichkeiten und individuelle Geschichten bekommen, die mich wahnsinnig berührt und fasziniert haben. 
Haymitch hat zu jedem von ihnen eine spezielle Bindung und auch mit jedem von ihnen eine Geschichte, die ihn 
geformt hat wie er zu dem Menschen, der er am Ende des Buches ist. Auch in Katniss Büchern sieht man davon 
etwas in dem Haymitch.
Auch lernt man allerhand neue Personen aus Distrikt 12 kennen und sieht ein paar alte Bekannte wieder. Welche 
dies genau sind, möchte ich an dieser Stelle nicht sagen, da dies spoilern würde. Jedoch würde ich gerne sagen, 
dass man ein paar Personen besser kennenlernt und nun versteht, warum sie so in Katniss Büchern gehandelt haben.

Die Handlung war mit Abstand das herzzerreißende, was ich je gelesen habe. Haymitch muss in die schlimmste und hoffnungsloseste Situation, die es geben kann.
Dies geschieht auch noch auf eine so unfairen und brutalen Art und Weise, dass ich echt aus der Haut hätte fahren können für die Ungerechtigkeit.
Der Fortlauf der Handlung hat genau das gleiche Muster wie der erste Band von Katniss Büchern, jedoch wurde sich noch mehr Zeit genommen und neue Handlungsstränge beschritten wie bei Katniss.
Suzanne hat sehr darauf geachtet, dass alles in diesem Buch stimmig und passend ist. Sowohl allein für dieses Buch als auch um in die gesamte Reihe zu passen. Alles wurde wundervoll und fantastisch verknüpft. Am Ende des Buches saß ich da und dachte mir nur: Jetzt macht einfach alles Sinn!
Man wusste ja schon, dass Haymitch diese Spiele gewinnen wird und dabei alles verliert, was er hatte, doch man wusste nicht die genauen Umstände. Katniss und Peeta haben sich im zweiten Band Haymitch Spiele angesehen, jedoch wurde erst in diesem Buch das gesamte Ausmaß bekannt.
Jede größere Szene hat so viele Details und Bedeutungen bekommen, die man im ganzen Buch und in der gesamten Reihe wiedererkennt. Aber auch kleine Momente bekommen ausreichend Platz und haben diese Handlung zu dem Buch gemacht, welches am Ende ist.
Das ganze Buch war eine reinste Achterbahn der Gefühle für mich. Es gab natürlich viele schlimme, traumatische und traurige Momente, aber es gab auch viele Momente, die wunderschön, witzig und süß waren. So machte es das Buch nicht so schwerfällig und lockere ordentlich auf.
Auch gab es in dem Buch ein paar Rätsel und Geheimnisse, welche man zusammen mit Haymitch entziffern musste. Aber es gibt auch ein paar Geheimnisse, die nie ganz gelüftet wurden. Gerade bei einem Punkt bin ich sehr glücklich darüber, da ich unbedingt wollte, dass es ein Geheimnis bleibt.
Es werden auch auf ein paar Sachen angespielt und neue Denkmöglichkeiten eröffnet, was ich wirklich sehr begrüßt habe und mir auch sehr gewünscht habe. Es hat diesem Buch eine eigene Note verliehen und es von den anderen Büchern etwas separiert.
Und zu guter Letzt, was wirklich fantastisch war: Das Buch startet mit einer Seite mit vier Zitaten. Diese Zitate haben ein und dieselbe Bedeutung. Propaganda.
Dieses Thema wurde so perfekt, fast schon angsteinflößend perfekt in das Buch aufgenommen und umgesetzt, dass ich richtig geschockt war. Suzanne schreibt wirklich nur, wenn sie etwas zu sagen hat und das hat sie in diesem Buch perfekt umgesetzt. Alles an diesem Buch wirkt auf den ersten Blick fiktiv, jedoch beim genaueren Betrachten stellt man fest, dass alles in unserer Welt genauso ist. Damit hat sich Suzanne wirklich selbst übertroffen.
Der Epilog hat mich völlig auseinandergenommen und mich wirklich weinen lassen. Er war der perfekte Abschluss, was das Buch wirklich gebraucht hat. Er hat alles noch mal abgerundet und das letzte bisschen verbunden.

Fazit
Noch nie hat ein Buch mich so gefesselt und zugleich zerstört. Ich fühlte alles, was Haymitch gefühlt hat und hatte das Gefühl, mit ihm getauscht zu haben.
Das gesamte Buch hat alles abgerundet und alles miteinander verbunden, was in den anderen Büchern thematisiert wurde. Das Buch wurde perfekt ausgearbeitet und umgesetzt. Keine Stelle war unpassend oder ohne Sinn.
Die Personen im Buch waren perfekt geschrieben. Haymitch Geschichte wurde komplementiert und zeigt uns, warum Haymitch in Katniss Bänden so ist, wie er nun mal ist. Und ich kann es ihm kein bisschen übel nehmen.
Nächstes Jahr kommt der Film zu dem Buch heraus und ich weiß jetzt schon, dass ich ihn lieben werde, auch wenn er mich zerstören wird.

Dieses Buch ist definitiv mein Jahreshighlight 2025 und bekommt daher 5+ von 5 Ballons🎈
 
 
Geschrieben von Patricia
© Traumfängermädchen. Made with love by The Dutch Lady Designs.